Blog 1 – Hasenwald vs. Kies

 1. Ganz spontan – wie hat mir diese Aufgabe gefallen? Welche Rolle hat gut zu mir gepasst? Wie fühlte ich mich in der Rolle, die mir weniger entsprach? 

Die Aufgabe war für mich herausfordernder als anfangs angenommen. In eine andere Rolle zu schlüpfen, war für mich Neuland. Jedoch fand ich es spannend, mich zusammen mit meinen Kommiliton:innen der Herausforderung hinzugeben. Wir waren anfangs, glaube ich, alle etwas nervös, da wir uns nicht gut kannten, sind aber zunehmend entspannter mit der Situation umgegangen. 
Für das Rollenspiel fand ich es sogar angenehm in einer Gruppe zu sein, in der ich die Personen weniger gut kenne, somit weniger Erwartungen präsent waren. 

Ich hatte die Möglichkeit in die Rolle der "Grüne" und der "Mediatorin" zu schlüpfen. Wobei ich behaupten würde, dass ich mich in diesem Beispiel in der Rolle der Mediatorin wohler fühlte. Allerdings, glaube ich, dass dies daran liegt, dass ich mich in die Argumentation der Grünen erst einlesen musste und dadurch Unsicherheiten entstanden/ ich weniger die Rolle weniger "spielen" konnte. 
Als Mediatorin konnte ich vom ersten Feedback und Lerneffekten von der Runde zuvor profitieren und fühlte mich dadurch meiner Rolle schon etwas mehr gewachsen. 


2. Was habe ich gut gemacht? 

Ich bin froh darüber, dass ich es geschafft habe, mich auf das Rollenspiel einzulassen. Dies ist mir auch gelungen, obwohl hie und da Unsicherheiten aufkamen, die sich in Lachen oder Schmunzeln zeigten. 
Generell habe ich das Feedback der Gruppe aus der vorherigen Runde eingebaut und auch die Rückmeldungen und Inputs von Rachel aufgenommen. Ich war offen und neugierig gegenüber der Aufgabe, was für eine solche Herausforderung sehr wichtig ist. 
Mir war auch sehr wichtig, dass sich meine Team-Kolleg:innen wohl fühlen und sich auf die Aufgabe einlassen können. Ich glaube, wir haben gemeinsam eine Atmosphäre kreiert, in der das für uns alle möglich war.

3. Was werde ich nach dieser Erfahrung und nach den Inputs zu Konfliktmanagement – in einem echten Konflikt – anders machen? Habe ich mir dazu etwas vorgenommen oder hatte ich ein ‘Aha-Erlebnis’?

Mich hat der zweite Teil der Aufgabenstellung sehr überrascht. Als Mediatorin fiel es mir schwer in den "richtigen Momenten" zu intervenieren, wenn sich einer der Teilnehmenden auffällig verhielt. 
Ich fand es schwierig zu beurteilen, ob ich als Mediatorin überhaupt einschreiten soll, oder ob dies Empathie mit der einen Partei signalisieren würde und ich als Mediatorin neutral bleiben soll. In Retrospektive hätte ich alle Parteien nochmals darauf besinnen sollen, dass dies ein Umfeld ist, in denen sich alle auf eine respektvolle Art und Weise ausdrücken dürfen und sie generell nochmals auf die Verhaltensregeln aufmerksam machen müssen. Es war ein Zusatz mit dem ich erst nicht gerechnet hatte, welcher den zweiten Durchlauf und meine Rolle als Mediatorin aber umso interessanter machte. 

Ich werde in Zukunft in einer Konfliktsituation versuchen für alle einen neutrale Boden zu schaffen, und niemand persönlich zurecht zu weisen (bzw. dies zu vermeiden). Nur, wenn alle Parteien sich wohl fühlen, sind sie gewillt einen Konflikt offen und konstruktiv anzugehen, daher soll Neutralität und Verständnis als Basis für Konfliktmanagement angesehen werden. 


Comments

  1. Liebe Sarah
    Super, konntest du dich auf das Rollenspiel einlassen. Ich weiss, das ist besonders beim ersten Durchgang in diesem Modul immer eine Herausforderung. (Wird aber bei jedem weiteren Mal einfacher, versprochen :)).
    Du schreibst von der Herausforderung, als Mediatorin im "richtigen Moment" zu intervenieren, bzw. die richtigen Fragen zu stellen und das Gespräch so zu leiten. Ich denke, genau das ist die grosse Kunst einer guten Mediatorin, dass man sehr gut auf die Parteien eingehen kann und dass einem dann auch im richtigen Moment das Richtige einfällt zum Sagen. Das könnt ihr jetzt in den kommenden Rollenspielen noch super üben.
    Viel Spass dabei und liebe Grüsse
    Rahel

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  2. Liebe Sarah
    wie Du schon in deinem Blogbeitrag beschrieben hast, finde auch ich, dass Du das Feedback aus der ersten "Runde" sehr gut berücksichtigt und in deine Rolle als Mediatorin einbezogen hast. So hast Du einen guten Einstieg in die Mediation geschaffen, an der ich mich beim nächsten Mal orientieren werde. Ausserdem finde ich, dass Du auf meine gestresste Haltung in der Rolle der Stadt sehr passend reagiert hast. Eine Intervention bei einem genervten Ton, hätte meine Rolle zu dem Zeitpunkt vermutlich eher noch genervter werden lassen. Hier konnte ich für mich mitnehmen, dass man genau abpassen muss, wann man einschreitet.

    Liebe Grüsse :)
    Mara

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